NIEDERWALD statt WESTERWALD

Wanderung der Wormser LandFrauen

Alles war wunderbar geplant, im Mai wollten die LandFrauen aus dem Kreis Worms eine 5-tägige Wanderauszeit in Kooperation mit der Landjugend-Akademie Altenkirch verbringen. Bei der Exkursion an Flüssen und Teichen im Westerwald hätte es Informationen zum Thema: „Wasser ist Lebensmittel – Gewässer sind Lebensraum“ gegeben. Natürlich wäre auch an den Abenden Gelegenheit zum geselligen Austausch gewesen. Doch leider ist diese Veranstaltung, wie viele andere, der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Was tun? Die mittlerweile eingeschworene Kleingruppe hatte sich nach bisher 3 solcher „Wandertage“ auf ein Wiedersehen gefreut und so ließ sich die Kreisvorsitzende Hannelore Reinheimer ein eintägiges Alternativ-Programm einfallen, dass auch mit dem Wasser zu tun hatte und bei dem die zur Zeit notwendigen Regeln eingehalten werden konnten. Die Gruppengröße war auf 15 Personen begrenzt und so konnte die Bahnfahrt nach Bingen mit Mund-Nase-Schutz angetreten werden. Mit der Fähre ging es weiter über das „Wasser“, hier den Rhein, nach Assmannshausen. Von dort aus schwebten die Frauen per Sesselbahn mit herrlicher Aussicht über die Reben und gelangten zum Jagdschloss mit dem angrenzenden Wildpark. Nach kurzer Kaffee-Pause ging es weiter durch den Niederwald mit etlichen Stopps an tollen Aussichtspunkten auf das sagenumwobene Mittelrheintal mit seinen Burgen und Schlössern. Durch die „Zauberhöhle“ führte der Weg zum Niederwalddenkmal. Die gigantische Germania wurde als Andenken an den deutsch-französischen Krieg und das nachfolgende deutsche Kaiserreich zwischen 1877 und 1883 errichtet. Kaum vorstellbar, wie viele Schulklassen und Touristen schon diesem Denkmal einen Besuch abstatteten und sich mit der Geschichte befassten. Nach dem Aufenthalt an dieser historischen Stätte führte der Weg per Seilbahn hinab nach Rüdesheim mit der berühmten „Drosselgasse“, das ohne die Touristenströme aus aller Welt einen ganz anderen Eindruck vermittelte als es zu „normalen“ Zeiten üblich ist. Eine Einkehr in einer urigen Straußwirtschaft durfte natürlich nicht fehlen. Per Autofähre und Bahn zog es die Wandergruppe wieder Richtung Worms, froh über die Stunden des Zusammenseins und mit der Hoffnung, dass vielleicht im nächsten Jahr wieder mehrtägige Wanderungen oder Studienfahrten möglich sein werden.
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