" Studien-Workshop in Rheinhessen mit Special Guests"

v.l. Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes und Bundesministerin Julia Klöckner im Kreise der rheinhessischen LandFrauen

Das Erstaunen bei den 12 rheinhessischen Teilnehmerinnen ist groß als Bundesministerin Julia Klöckner den Workshops zur Studie "Lebens - und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben" in Ingelheim überraschend besucht und sich Zeit für den Austausch mit den Frauen nimmt.
Kompetent und souverän berichteten die rheinhessischen LandFrauen von ihrem beruflichen Alltag und den sich daraus für sie ergebenden Lebenswelten. Positionen und Standpunkte werden in einem offenen, konstruktiven Dialog gegenseitig erläutert.

„Die Studie war längst überfällig. Wir freuen uns, dass wir sie jetzt gemeinsam mit dem BMEL auf den Weg gebracht haben", sagt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Wir wissen viel zu wenig über die aktuelle sozio-ökonomische Situation der Frauen auf den Höfen. Deshalb freuen wir uns, dass dieses Thema endlich die notwendige Aufmerksamkeit erfährt und erwarten wichtige Impulse, um die Interessen der Frauen in der Landwirtschaft und den Sonderkulturbereichen angemessen fördern und vertreten zu können.“

Prof. Dr. Claudia Neu (Uni Göttingen) betont: „Die Bedeutung der Frauen für die Landwirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in ländlichen Räumen wird vielfach unterschätzt. Die Aufgaben sind vielfältig: „Neben“ dem Management des Haushalts und der Erziehung der Kinder oder auch Pflege der (Schwieger-) Eltern arbeiten viele auf dem Betrieb mit. Nicht wenige haben zudem eine Erwerbstätigkeit außerhalb der Landwirtschaft und engagieren sich auch in der Freiwilligenarbeit.“

Ihre Kollegin Prof. Dr. Hiltrud Nieberg (Thünen-Institut, Braunschweig) ergänzt: „Trotz der großen Bedeutung der Frauen für die deutsche Landwirtschaft gibt es keine aktuelle bundesweite Studie, die sich mit dieser Thematik befasst. Auch aus der Agrarstatistik lässt sich kein wirkliches Bild über die tatsächliche Lebens- und Arbeitssituation sowie die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft ableiten. Ziel der bundesweiten LandFrauen-Studie ist es, die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben wissenschaftlich zu erheben.“

Zusätzlich zu den bundesweiten Workshops in den Referenzgebieten werden Einzelinterviews stattfinden und ergänzend eine Onlinebefragung gestartet. Diese drei Elemente bilden die Grundlage für die abschließende Auswertung.

Durch die Bereitschaft der rheinhessischen Frauen an dem Workshop teilzunehmen, wird die Region Rheinhessen in dieser einzigartigen und enorm wichtigen Studie bestmöglich vertreten sein. Dafür danken wir allen Teilnehmerinnen sehr herzlich!

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